Mont d’Or mit Brot

Mont d'OrHeute möchte ich ein Gericht unserer Fast-Food-Reihe vorstellen. Ok, man muß den guten Käse im Haus haben, aber dann geht alles ganz schnell: man schmelze einen Mont d’Or, der mit etwas Weißwein und Gochugaru gewürzt wurde, im Backofen und tunke Brot hinein. Fertig ist das Abendessen. Dazu gerne eingelegte Gürkchen und Zwiebelchen. Und natürlich mehr Wein.

Mont d'Or mit innerer RindeDoch vorher müssen wir den spaßigen Teil erledigen: den Mont d’Or aus seiner Holzkiste pulen. Je nach Reifegrad ist das etwas anstrengend, wenn ein Loch in die Rinde gerät und der Käse zu flüchten versucht. Wir nehmen also einen kleinen Mont d’Or, machen erst den äußeren Holzring ab, dann den total verschimmelten, durchnäßten, weichen, schwarzen inneren Holzring, wobei wir darauf achten, daß kein Käse verschwendet wird, der gerne daran kleben bleibt. Beim Abmachen des schwarzen, weichen Holzrings denken wir an Asiaten, die noch nie französische Käsespezialitäten gesehen haben, und stellen uns vor, wie sie angewidert aus dem Zimmer flüchten und die Langnasen für verrückt erklären.

Mont-d'Or-RindeSind die Holzringe ab, ziehen wir die Bodenplatte aus Holz ab, oder bei reiferem Käse schneiden wir sie vorsichtig vom Käse ab, so daß der Käse möglichst nicht einreißt (wieder wird der reifere Käse sonst zu flüchten versuchen).

Den Käse dann in eine ofenfeste Schale. Kreuzweise einschneiden, ein Schuß Wein hinein, eine Prise Gochugaru, und ab in den Ofen bei 180°C für ca. 20 Minuten. Lecker!

Es passen auch Kartoffeln dazu, übrigens, wer das lieber mag. Und man kann Mont d’Or hervorragend für Raclette verwenden. Dieser Rat bringt mir jetzt vielleicht den Zorn der Schweizer ein.

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6 Kommentare zu “Mont d’Or mit Brot

    • Das haben wir auch schon gemacht. Kein Problem, der Schimmel ist sicher edel, aber der innere Holzring sieht schon sehr wüst aus. :-)

      Wir nehmen ihn jetzt eher raus, weil es sowieso aus dem Holzding raustropft und man was unterstellen muß, und weil sonst viel mehr Rinde am Holz klebenbleibt, die man nach dem Backen nur noch schwer rauskriegt, ohne Holz zu essen.

      Letztlich ist es gehupft wie gesprungen, denke ich.

    • Kloblauch wird ausprobiert, das gefällt mir sicher gut!

      Gochugaru ist hier meines Erachtens wieder super: es ist nicht zu scharf, aber leicht scharf mit ausgeprägtem Chili-Röstpaprika-Geschmack paßt toll.

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