Nudeln mit Ricotta und Trockenrogen

Macarrones cun arrescottu e buttàrigaDies leckere und sehr einfache Nudelgericht stammt ursprünglich aus einer sardischen Rezeptsammlung. Dort hieß es ungefähr: Macarrones cun arrescottu e buttàriga (it. pasta con ricotta e bottarga). Die Zubereitung dauert quasi keine Zeit, man muß nur die Soße etwas erhitzen, was man machen kann, während die Nudeln kochen. Etwas schwierig wird hierzulande die Beschaffung der Hauptzutat: Bottarga. Es ist getrockneter Rogen von der Meeräsche oder vom Thunfisch.

Bottarga di tonnoDort, wo Bottarga in der tagtäglichen Küche vorkommt, kauft man ihn am Stück und raspelt ihn frisch. Ich war schon froh, ihn gerieben als Pulver zu kriegen. Zusammen mit dem Ricotta, dem Parmesan und dem langen Pfeffer ergibt sich eine herrlich aromatische Soße. Zugegeben ist der lange Pfeffer vielleicht (heute) nicht typisch, aber er paßt meiner Meinung nach hier besser als schwarzer Pfeffer. Wie ich gelesen habe, nimmt man gerne noch geriebene Zitronenschale dazu oder frische Petersilie oder Majoran oder Thymian. All das habe ich noch nicht probiert: ich nehme Empfehlungen gerne an.

Zutaten für 3 Portionen

  • 250g Ricotta
  • 100ml Sahne
  • 3 TL Bottarga
  • frisch geriebener Parmesan
  • 1 TL frisch gemahlener langer Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

  • Sahne zum Kochen bringen,
  • Ricotta darin glattrühren.
  • + langen Pfeffer
  • mit Salz mild abschmecken.
  • Über die Nudeln geben,
  • Bottarga drüberstreuen (1TL pro Teller),
  • Parmesan drüberstreuen.
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7 Kommentare zu “Nudeln mit Ricotta und Trockenrogen

    • Es schmeckt gut, schade, daß man es nicht leichter kriegt. Am Stück habe ich es noch nie gesehen, und als ich in Sardinien war, kannte ich es noch nicht, d.h. ich kenne leider nur Bottargapulver aus dem Glas.

  1. Meine Bottarga-Variante ist die simpelste überhaupt: Olivenöl erwärmen, eine halbierte Knoblauchzehe ihr Aroma abgeben lassen, einen Teil Bottargakrümel darin erwärmen, die gekochten Spaghetti darin wenden und auf dem Teller nochmal Bottarga drüberreiben oder -streuen. Pfeffern.

    Bei der Gelegenheit fällt mir eine weitere Antwort auf Deine Frage nach Verboten meiner anonymen Autoritäten ein: niemals Parmesan zu Pasta mit Fisch.

    • Faszinierende Regel! Wir hatten dies mit und ohne Parmesan ausprobiert und auch Pecorino probiert. Ohne Parmesan fehlt was, definitiv. Und Parmesan schmeckt hier besser als Pecorino. Also, das ist alles mein Nichtsardischer Geschmack, ist klar. Ob die apulischen Verbote auch dort gelten, weiß ich natürlich nicht. :)

      Dein Rezept werde ich auf jeden Fall auch ausprobieren.

  2. Ich stelle mir den langen Pfeffer sehr gut dazu vor.

    Das Verbot ist ein italienweites. Nur, wie sehr bottarga zum Fisch zählt, ist vielleicht interpretationsfähig. ;)

  3. Wie konnte ich das vergessen! Wie oft kamen wir ins Überlegen, wenn wir uns der Dreimeilenzone näherten und die sardische Flagge setzen wollten, aber wieder nur den korsischen Mohrenkopf an Bord hatten.

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