Kochen

Im Leben außerhalb der Küche bin ich Informatiker, d.h. die Küche ist für mich Erholung, nicht Arbeit. Ich habe keine Ausbildung im Kochen gemacht, stand aber schon als Kind neben dem Herd meiner Mutter und wollte immer Koch werden. Bis ich irgendwann einen Computer sah.

Wenn man selbst kocht, hat man es in der Hand, ein Gericht ganz nach seinem eigenen Geschmack zuzubereiten. Man muß nichts hineintun, was man nicht haben will, und man kann zusätzlich hineintun, was einem gefällt. Mir macht das großen Spaß! Ich lasse tendenziell Dinge weg und bin auch kein Freund von fritiertem Gestrüpp und Tellertätowierung. Auf dem Teller soll nur das gute Essen liegen, auf das man sich ohne Ablenkung konzentrieren kann. Tischkultur ist aber keine Ablenkung: eine Stoffserviette darf es schon sein. Einer meiner liebsten Köche ist, man ahnt es nach dieser Vorrede, Vincent Klink.

Wenn ich koche, möchte ich möglichst wenige Zusatzstoffe benutzen, keine Geschmacksverstärker, keinen Schnickschnack. Ich möchte biologisch nachhaltig angebaute Lebensmittel verarbeiten. Insbesondere bei frischen Lebensmitteln möchte ich regionale Produkte kaufen, damit die Transportwege kurz sind. Dogmakochen finde ich aber auch nicht gut: wenn mir Dinge aus dem Bioladen partout nicht schmecken, nehme ich was anderes.

Wichtig ist mir, daß ich die Physik und Chemie beim Kochen einigermaßen durchschaue. Ich möchte wissen, warum man in Rezepten dies oder das tut und warum der Tip von Oma funktioniert bzw. warum nicht. Insofern verstehe ich Molekularköche, die die besten Pommes der Welt herstellen wollen oder das beste Steak, indem sie mit modernsten wissenschaftlichen Methoden versuchen, das beste Zubereitungsverfahren zu finden. Sobald aber ein gutes Lebensmittel so modifiziert wird, daß es seinen Charakter verliert oder man es nicht mehr erkennt, interessiert mich die Molekularküche nicht mehr. Oft ist die einfache Landküche, mit wenigen perfekten Zutaten zubereitet, die leckerste.

In diesem Blog stelle ich einige meiner Rezepte vor, vor allem aus der französischen, italienischen, deutschen und koreanischen Küche.

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10 Kommentare zu “Kochen

  1. Ja, oft. Leider gibt es viel Müll, z.B. besteht Pfannengyros heute aus Pfanne, Gyros und Fertiggewürzmischung. Gräßlich! Glücklicherweise gibt es auch sehr gute Kochseiten.

    Grad wollte ich einen Link auf eine meiner Lieblingsseiten angeben, aber da ist jetzt ein JavaScript-Virus, und der eigentliche Inhalt wird nur noch halb angezeigt. Den Link gibt’s jetzt nicht!

    Ich vergleiche immer sehr viele Rezepte und bastle mir aus denen, die mir am besten gefallen, mein eigenes zusammen. Bei Traditionsgerichten versuche ich, rauszufinden, was genau der Kern des Rezepts ist und was Variation.

    Aber Kochbücher sind auch sehr schön!

  2. Da sagst du was!
    Ich bin sowieso eher der Kochbuchtyp und halte es damit so ähnlich wie du mit den Rezepten aus dem Netz. Erstmal Dutzende Bücher rausholen, nachlesen, vergleichen, abwägen, dann alle wieder zuschlagen und meine Variante kochen. Wenn ich’s nicht vergesse, schreibe ich mein Rezept danach auf.

  3. Pingback: Das Wort für heute: Dogmakochen « evenaar

  4. Aufschreiben ist wichtig! Ich hab mir letztes Mal nicht aufgeschrieben, wie das Vitello Tonnato so lecker geworden war. Hoffentlich kriege ich’s wieder so hin.

    • Danke! :)

      Das ist ein halbdurchsichtiges Bildchen im PNG-Format, das ich mit CSS passend platziert habe.

      Und das Beil ist kein Trick: es steht tatsächlich sauber ausbalanciert in einer Knoblauchzehe steckend so auf dem Brett.

      • Ich brauchte nur einige Angaben im style-Attribut von selbst hinzugefügten div-Elementen, was man ohne CSS-Upgrade machen kann. Hinzufügen mit CSS-Angaben geht also. Nur für globale Umgestaltung bestehender Sachen braucht man ein CSS-Upgrade.

        Man kann im Quelltext der Seite nach „banner START“ suchen: es folgt dort ein div-Element, in dem die lokalen Ergänzungen von mir stehen: zwei div-Elemente zur Positionierung und dann ein img-Element.

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