Handkäs mit Musik

Handkäs mit MusikNach der österreichischen jetzt eine hessische Spezialität: der Handkäs mit Musik. Ich empfehle dies als Vorspeise (es ist ganz wenig Fett drin, damit wird immer geworben, damit auch die moderne Frau Spaß an dem Käs haben darf) und dann die Butterschmalzbombe hinterher als Hauptgang. Der Handkäs ist zwar eine regionale Spezialität, aber es gibt eigentlich überall guten Ersatz: der Harzer Käse ist überall bekannt, es gibt den Olmützer Quargel und vielleicht noch mehr. Ein Sauermilchkäse nach Art des Harzers soll es sein, gern auch mit ein bißchen Weißschimmel. Zur Not kann man den Handkäs selbst machen. Hab ich noch nicht, Rezept folgt irgendwann. Hier erstmal die Musik: eine Essig-Öl-Marinade.

Zutaten

  • Handkäs
  • Essig (ich nehme sehr gerne Apfelbalsamessig)
  • Öl (sehr gut ist Walnußöl)
  • Zwiebel (gerne auch süßere rote)
  • Kümmel
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

  • Wenn es pressiert, den Handkäs in Scheiben schneiden. Wenn ein Tag Zeit ist, nicht.
  • Zwiebeln ganz klein schneiden,
  • + Öl + Essig + Kümmel + Pfeffer + Salz,
  • Über den Käse damit.
  • Jetzt gut vermischen und falls Zeit ist, in den Kühlschrank.
  • Servieren mit ein bißchen Marinade (Musik) und evtl. zur Deko Zwiebelringen. Aber ohne Foto geht es auch gut ohne Zwiebelringe.

Eine herrliche Vorspeise, finde ich. Ich mag die Art Käse nicht, wenn sie zu sehr nach Kuhstall schmeckt (das ist sortenabhängig) und für mich sollte der Käse auch noch fest sein, d.h. nicht zu alt. All das ist Geschmackssache. Zum Marinieren ist zu sagen: wenn die Zeit da ist, sollte man sie sich nehmen und den Handkäs einen Tag vorher einlegen. Es schmeckt aber auch ganz frisch. Man kann natürlich auch mehr machen und mehrere Tage davon naschen.

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4 Kommentare zu “Handkäs mit Musik

  1. Die Musik hat mich als Kind sehr fasziniert. Leider hat mir nie jemand schlüssig erklären können (nagut, außer mit Blähungen), wieso die so heißt.

  2. Achso, und noch was: Magerküche ist mir zutiefst zuwider. Erstens nervt mich die Industrie, die aus den Minderwertigkeitskomplexen der Wohlstandsmenschen Geld macht. Dann nervt mich die Einstellung, daß leckeres (=fettes) Essen »Sünde« sei und man sich besser fühlen »darf«, weil es schlechter schmeckt. Und schließlich ist dünn nicht schön, sondern schön ist schön, und das hat mit der Form in erster Linie überhaupt nichts zu tun.

    Handkäs mag ich trotzdem.

    • Ich bin fest davon überzeugt, daß die ganzen fett- und zuckerreduzierten Industrielebensmittel nicht so gesund sind wie natürliche. Süßstoff z.B. oder Milch mit 0,5% Fett oder sowas.

      Der Handkäs hat halt einfach so wenig Fett. So wie Lakritze(!), auf denen ja heute auch immer dick „fettfrei“ draufsteht, als sei es was Besonderes und früher nicht so gewesen.

      Schlimm ist, wenn es die normale Form nicht mehr gibt. Z.B. hab ich mal nach eingelegtem Brathering gesucht, aber alles Sorten enthielten Süßstoff. Keiner enthielt schlicht Zucker. Das sind die Auswüchse, wenn es sich heute nicht lohnt, zwei Varianten herzustellen.

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