Blunzngröstl

BlunzngröstlIn dem Namen dieses Gerichtes fehlen eindeutig mehrere „E“s. Aber die Österreicher schreibn’s halt so wie ses sprechn. Auch gut. Und lecker ist das. Wir machen also Blutwurstbratkartoffeln, was vielleicht nicht die größte Schönheit unter den Essen ist, aber ein wirklich großartiges Schmankerl. Ich nehme an, es steht und fällt mir der Blutwurst („Blunzn“), die muß schmecken.

Zutaten

  • 500g Kartoffeln (z.B. Nicola)
  • 250g Blutwurst
  • 3 Zwiebeln
  • 50g Butterschmalz
  • Kümmel
  • Pfeffer
  • Salz

Viele Rezepte schreiben vor, die Kartoffeln vorzukochen. Da gibt es auch bei Bratkartoffelbrätern heilige Kriege zu, und ich möchte hier einen neuen Streit vom Zaun brechen, indem ich neben Kochen und nicht Kochen noch eine weitere Methode vorschlage: im Backofen rösten.

Zubereitung

  • Kartoffeln gut waschen, aber nur schälen, wenn man sonst nichts besseres zu tun hat.
  • In ca. 4mm dicke Scheiben schneiden,
  • Stark salzen (ca. 1,5 TL, die Hälfte bleibt auf dem Backblech).
  • Butterschmalz schmelzen (wir hatten es gerade frisch gemacht, da war es noch flüssig),
  • Ca. 30ml über die Kartoffelscheiben gießen,
  • Schnell und gut vermischen,
  • Auf Backpapier aufs Backblech,
  • Bei 220°C in den Backofen.
  • Während die Kartoffeln garen, Zwiebeln in grobe Halbringe schneiden,
  • In dem Rest Butterschmalz anbraten,
  • Nach dem ersten Hitzeschub etwas kleiner drehen und weitergaren.
  • Derweil die Blutwurst in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden,
  • Zu den Zwiebeln geben,
  • Sobald die Kartoffeln gar aussehen (ca. 15 Minuten dauert das), ebenfalls in die Pfanne damit.
  • Alles ca. 5 Minuten weiterbraten und dabei gut durchmischen,
  • bis die Blutwurst weich und matschig ist.
  • Mit ordentlich Kümmel und Pfeffer würzen,
  • Nochmals vermischen und 2 Minuten braten.
  • Fertig.

Mein erster Versuch zu Hause war ein großer Erfolg. Ich war sehr angetan von dem Ergebnis. Wenn man keine passende Blutwurst kriegt, würde ich es mal mit anderen lokalen Blutwurstspezialitäten ausprobieren. Wöbbkenbrot oder Panhas z.B. könnten ebenfalls gut funktionieren. In Frankreich gibt es unwiderstehliche „Boudin Noir“, die sicher auch ganz großartig paßt. Bei Blutwürsten, die man nach dem Erhitzen aus dem Darm kratzen kann, und die einen recht dicken Darm haben, würde ich die Blutwurst erst im Ganzen anbraten, nachher große Stückchen rauskratzen und in das Gröstl tun. Und wenn die Blutwurst nicht mit Majoran gewürzt ist, würde ich hier mit Majoran nachwürzen. Viel Spaß, ich fand’s sagenhaft!

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5 Kommentare zu “Blunzngröstl

  1. Pingback: Handkäs mit Musik « Azestoru und sein Hackblog

  2. Gute Blutwurst ist eine feine Sache! Und ich bin den Österreichern und dir dankbar, dass sie Blunzngröstl nicht mit lauter Apostrophen verunzieren, um anzudeuten, wo überall ein e entfallen ist.

  3. Bei mir geb es heute eine Art Blunzngröstl aus spanischer stark geräucherter Blutwurst: mit (vorgekochten) Kartoffeln, Fenchel, Fenchelsamen und etwas Rotwein. Nur so als Idee.

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