Nudeln mit Nduja-Soße

Nduja-SoßeNduja ist eine kalabrische Streichwurst. Mein Wurst-Dealer sagte, man könne daraus eine Nudelsoße machen, indem man die Wurst in eine Tomatensoße rührt. Das habe ich heute getan.

NdujaNochmal zurück zur Wurst: die Nduja wurde mir so beschrieben: „Da wird das Fleisch von den Knochen gekrrratzt.“ Aha, also Separatorenfleisch. Oder schöner ausgedrückt: Restewurst. Zusätzlich ist ein Haufen Chili drin. Bei der ersten Wurst, die ich hatte, war zuviel Chili drin, da hatte ich das Gefühl, daß die Wurst nur aus Chili besteht. Die hier abgebildete war genießbar. Also in die Soße damit.

Nduja und Zwiebeln

Zutaten

  • 50–100g Nduja
  • 500g Glastomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • ½ TL gemahlener Fenchelsamen
  • 1 TL Zucker

Zubereitung

  • Zwiebeln in Öl anbraten,
  • + Nduja,
  • rühren, bis die Wurst zerfallen ist,
  • + Tomaten + Fenchel + Zucker,
  • 10 Minuten köcheln lassen (derweil Nudeln kochen).

Das Ergebnis war sehr lecker. Allerdings fast ohne einen Wurst- oder Fleischgeschmack. Schon bei der ersten Nduja, der superscharfen, hatte ich ja das Gefühl, daß ich Chilipaste ohne viel Verfälschung esse. In der Wurst hier war auch nicht viel mehr Geschmack. Mache ich etwas falsch? Ist es keine gute Wurst, die ich da kaufe? Vielleicht ist Nduja einfach eine Chilipaste, die man als Streichwurst tarnt, um die Chili besser aufs Brot streichen zu können.

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5 Kommentare zu “Nudeln mit Nduja-Soße

  1. Ha, interessante Wurst! Die von Lakritze angeführte Seite hält auch ein Rezept für Penne alla nduja bereit, dort kommt auch noch Weißwein und eine gelbe (Spitz?)Paprika hinein. Außerdem wird dort behauptet, dass die Nduja früher mal eine Armenspeise war und die Wurst aus den weniger guten Teilen des Schweins zubereitet worden sei, derweil heute nur noch das allerbeste hinein käme. Schön finde ich auch den Satz, dass der nicht an Schärfe gewöhnte Gaumen durchaus einen »approccio difficile« mit der Nduja haben kann.

  2. Wenn ich jetzt Wein hineingetan hätte, hätte es aber auch nicht mehr nach Fleisch geschmeckt. :-) Ich war ja mit der Soße schon ziemlich zufrieden, sie war zweifelsohne sehr lecker. Aber die Nduja hatte irgendwie wenig Effekt, will ich mal sagen. Ein guter Rinderfond macht da mehr Bumms als diese Wurst.

    Die Begeisterung des von Dir, Lakritze, verlinkten Artikels teile ich nicht.

    Aber, wie gesagt, vielleicht war sie ja nicht gut. Hab ich aber von einem normalerweise sehr guten und kalabrisch geführten Laden erstanden.

    Vielleicht muß ich doch mal nach Italien fahren…

    • N’Duja ist extrem scharf, das muss so sein. Wer sich sehr scharfes Essen nicht gewohnt ist, soll die Finger davon lassen, der merkt wirklich nichts anderes als Peperonciono, auch wenn man nur 100g auf ein Kilo Tomaten nimmt. Wer hingegen „geeicht“ ist, wird sie lieben….

  3. Von dieser Wurst habe ich noch nie gehört. Führe das oben beschriebene aber gerne mit Salsiccia aus und das mit großem geschmacklichen Erfolg. Und die Fenchelsamen sind auch schon drin. :)

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